Allgemeine Geschäftsbedingungen
Ulrich Kammerer Akademie GmbH & Co. KG
Pforzheimer Straße 134, 76275 Ettlingen | support@ulrichkammerer.de
§ 1 Geltungsbereich und Begriffsbestimmungen
1.1. Für die Geschäftsbeziehung zwischen der Ulrich Kammerer Akademie GmbH & Co. KG, Pforzheimer Straße 134, 76275 Ettlingen, support@ulrichkammerer.de (im Folgenden kurz „ANBIETER“ genannt) und dem Empfänger der Leistungen (im Folgenden kurz „KUNDE“ genannt, zusammen hier auch als die „PARTEIEN“ bezeichnet), insbesondere im Hinblick auf Verträge über Beratungsleistungen, Coachings, Videokurse, Video-Sessions sowie Kaufverträge (nachfolgend kurz „Leistungen“ genannt) gelten ausschließlich diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen.
1.2. Das Angebot des ANBIETERS richtet sich grundsätzlich ausschließlich an Unternehmer (§ 14 BGB) bzw. an Gewerbetreibende, soweit nicht in den nachfolgenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen ausdrücklich etwas anderes bestimmt ist.
1.3. Widersprechende, abweichende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des KUNDEN werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der ANBIETER stimmt deren Geltung ausdrücklich zu.
1.4. Vorliegende Allgemeine Geschäftsbedingungen gelten auch dann, wenn der ANBIETER in Kenntnis entgegenstehender oder von diesen Allgemeinen Geschäftsbedingungen abweichender Bedingungen des KUNDEN Leistungen vorbehaltlos ausführt.
1.5. Die vertragliche Grundlage ergibt sich aus der individuellen Absprache zwischen dem ANBIETER und dem KUNDEN sowie den vorliegenden Bedingungen.
1.6. Maßgeblich ist die jeweils zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses gültige Fassung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen des ANBIETERS.
1.7. Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten auch für alle zukünftigen Leistungsbeziehungen zwischen dem ANBIETER und dem KUNDEN im Zusammenhang mit den angebotenen Leistungsgegenständen, ohne dass es einer ausdrücklichen Einbeziehung bedarf.
1.8. Sofern in den nachfolgenden Bestimmungen das generische Maskulinum verwendet wird, gilt dies allein aus Gründen der Lesbarkeit, ohne dass hiermit eine Wertung verbunden ist.
§ 2 Leistungen
2.1. Der Leistungsumfang des ANBIETERS umfasst insbesondere folgende Bereiche: Durchführung von Videokursen, Video-Sessions, Coachings, Beratungen und Seminaren; Verkauf von Büchern und physischen Artikeln; Digitale Produkte und Onlinekurse.
2.2. Der konkrete Leistungsumfang ergibt sich aus der individuellen Absprache zwischen ANBIETER und KUNDE.
2.3. In Bezug auf die Inhalte eines mit dem ANBIETER eingegangenen Coaching-, Leistungs- und/oder Beratungsvertrags steht diesem ein Leistungsbestimmungsrecht nach § 315 BGB zu.
2.4. Der ANBIETER ist berechtigt, sich zur Erfüllung einzelner oder aller vertraglichen Pflichten der Hilfe Dritter, insbesondere Subunternehmer, zu bedienen.
2.5. Die vom ANBIETER angebotenen Leistungen dienen der Wissensvermittlung und persönlichen Weiterentwicklung. Die praktische Umsetzung der vermittelten Inhalte obliegt ausschließlich dem KUNDEN. Der ANBIETER übernimmt keine Gewähr dafür, dass der KUNDE durch die Nutzung der Leistungen bestimmte persönliche, berufliche oder wirtschaftliche Ergebnisse erzielt.
§ 3 Vertragsschluss
3.1. Die Präsentation der Leistungen auf der Webseite, in sozialen Netzwerken, in Broschüren oder in Werbeanzeigen stellt kein verbindliches Angebot des ANBIETERS auf Abschluss eines Vertrags dar.
3.2. Der Vertragsschluss zwischen dem ANBIETER und dem KUNDEN kann fernmündlich (insbesondere per Video bzw. Videochat und/oder Telefon), in Textform (insbesondere per E-Mail und Messenger-Dienste) oder schriftlich erfolgen.
3.3. Im Fall von fernmündlich abgeschlossenen Verträgen zwischen dem ANBIETER und dem KUNDEN willigt der KUNDE ein, dass der ANBIETER das Telefonat und/oder die Videokonferenz zu Beweis- und Dokumentationszwecken aufzeichnet. Der KUNDE wird vor Beginn der Aufzeichnung hierauf hingewiesen und kann der Aufzeichnung widersprechen. In diesem Fall behält sich der ANBIETER vor, das Gespräch nicht fortzuführen.
3.4. Der KUNDE erklärt sich ausdrücklich damit einverstanden, keine Login-Benutzernamen, Passwörter, Materialien und Links, auf die der KUNDE im Rahmen dieses Vertrags Zugriff erhält, an Dritte weiterzugeben.
§ 4 Besondere Bedingungen für Videokurse, Video-Sessions, Coachings, Beratungen und Seminare
4.1. Der ANBIETER bietet unterschiedliche Leistungen an, insbesondere Videokurse, Live-Video-Sessions, Coachings, Beratungen und Seminare, die multimedial, videobasiert, telefonisch und/oder vor Ort stattfinden. Die Leistungen erfolgen je nach Leistungspaket standardisiert und/oder individualisiert und können einzeln oder gruppenbasiert durchgeführt werden.
4.2. Die PARTEIEN sind sich darüber einig, dass der ANBIETER dem KUNDEN gegenüber ausdrücklich keinen konkreten quantitativen und/oder wirtschaftlichen Erfolg schuldet. Die Leistungen des ANBIETERS stellen eine Wissensvermittlung dar. Die Verantwortung für die Umsetzung und die daraus resultierenden Ergebnisse liegt ausschließlich beim KUNDEN.
4.3. Die Leistungserbringung durch den ANBIETER ist an die vereinbarten Termine geknüpft. Bei Live-Video-Sessions besteht kein Anspruch auf Wiederholung oder Nachholung versäumter Termine. Sofern der ANBIETER Aufzeichnungen von Live-Sessions zur Verfügung stellt, geschieht dies freiwillig und ohne Rechtsanspruch des KUNDEN. Bei aufgezeichneten Videokursen richtet sich der Zugang nach den Bestimmungen des § 9.
4.4. Sofern die Leistungen des ANBIETERS von sogenannten Resellern angeboten und/oder vertrieben werden, gelten vorrangig die vorliegenden Bedingungen.
4.5. Sämtliche Leistungen des ANBIETERS stellen keinen Fernunterricht im Sinne des Fernunterrichtsschutzgesetzes (FernUSG) dar. Rechte aus dem Gesetz bestehen für den KUNDEN nicht.
4.6. Sämtliche im Rahmen der Vertragserfüllung zur Verfügung gestellten Inhalte – insbesondere Videokurse, Aufzeichnungen, Präsentationen und begleitende Materialien – sind urheberrechtlich geschützt.
4.7. Der KUNDE erhält für die Dauer der Vertragslaufzeit ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht zur Nutzung der Inhalte für den eigenen persönlichen bzw. betrieblichen Gebrauch. Jegliche Weitergabe, Veröffentlichung und/oder Vervielfältigung der Inhalte ist untersagt.
4.8. Der KUNDE ist insbesondere nicht berechtigt, ohne ausdrückliche schriftliche Erlaubnis des ANBIETERS Bild-, Film- oder Tonaufnahmen (einschließlich Screenshots und Screenrecordings) von Videokursen, Live-Video-Sessions, Kursmaterialien und/oder Live-Coachings zu machen. Für jeden schuldhaften Verstoß gegen dieses Verbot wird eine Vertragsstrafe in Höhe von 5.000,00 EUR je Einzelfall fällig. Die Geltendmachung eines darüber hinausgehenden Schadensersatzanspruchs bleibt unberührt. Die Vertragsstrafe wird auf einen etwaigen Schadensersatzanspruch angerechnet.
4.9. Der KUNDE stellt sicher, dass der ANBIETER zu jedem Zeitpunkt über alle erforderlichen Informationen verfügt, die zum Erreichen eines bestmöglichen Beratungsergebnisses erforderlich sind.
4.10. Der KUNDE hat zu gewährleisten, dass die technischen Voraussetzungen bereitgehalten werden, um das Angebot vollständig nutzen zu können. Dies betrifft insbesondere eine hinreichend leistungsfähige Internetverbindung, eine funktionsfähige Kamera und ein funktionsfähiges Mikrofon sowie geeignete Endgeräte (PC, Notebook, Smartphone etc.) einschließlich der erforderlichen Software (z. B. Zoom, Teams). Der ANBIETER ist für etwaige Nichtverfügbarkeiten auf Seiten des KUNDEN nicht verantwortlich.
4.11. Der ANBIETER ist jederzeit berechtigt, Termine digital (z. B. via Zoom, Teams, Skype oder vergleichbare Dienste) durchzuführen.
4.12. Der ANBIETER ist berechtigt, aufgezeichnete Video-Sessions und Videokurse als Grundlage für weitere Schulungs- und Kursmaterialien zu verwenden. Der KUNDE willigt ein, dass seine Beiträge in aufgezeichneten Sessions – auch in anonymisierter oder bearbeiteter Form – zu Schulungs-, Marketing- und Vertriebszwecken verwendet werden dürfen. Der KUNDE kann diese Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft schriftlich widerrufen.
§ 5 Vergütung
5.1. Für die Leistungen gilt die jeweilige zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses geltende Vergütung, sofern keine hiervon abweichende Vergütung individuell vereinbart wurde.
5.2. Der KUNDE ist, soweit nicht anders vereinbart, zur Vorleistung verpflichtet. Die vereinbarte Vergütung ist unmittelbar mit Vertragsschluss fällig und zahlbar innerhalb von 7 Tagen.
5.3. Sofern nicht vertraglich im Einzelfall anderweitig geregelt, fallen Reisekosten (z. B. Spesen, Verpflegung, Beförderung), die der ANBIETER im Auftrag des KUNDEN durchführt, dem KUNDEN zur Last und sind von einer vereinbarten Pauschalvergütung nicht umfasst.
5.4. Unterlässt der KUNDE eine notwendige Mitwirkungshandlung und verhindert hierdurch die Leistungserbringung durch den ANBIETER, bleibt der Vergütungsanspruch des ANBIETERS in jedem Falle unberührt. In diesem Fall muss sich der ANBIETER jedoch dasjenige anrechnen lassen, was er an Aufwendungen erspart oder anderweitig zu erwerben unterlässt.
5.5. Ein Recht zur Aufrechnung steht dem KUNDEN nur zu, wenn dessen Gegenansprüche rechtskräftig festgestellt oder von dem ANBIETER unbestritten oder anerkannt sind. Dies gilt nicht für Ansprüche, die dem KUNDEN aufgrund der Ausübung des Widerrufsrechts zustehen, sowie für Ansprüche aus demselben Vertragsverhältnis.
5.6. Im Falle einer Rücklastschrift oder eines Chargebacks, die der KUNDE zu vertreten hat, ist der KUNDE verpflichtet, dem ANBIETER die dadurch entstehenden Bankgebühren und Bearbeitungskosten zu erstatten. Der ANBIETER ist in diesem Fall berechtigt, eine Bearbeitungspauschale in Höhe von 15,00 EUR je Rücklastschrift zu erheben, sofern der KUNDE nicht nachweist, dass ein geringerer Schaden entstanden ist.
§ 6 Verzug
6.1. Etwaige Fristen zur Leistungserbringung durch den ANBIETER beginnen in jedem Fall nicht, bevor die vereinbarte Vergütung vollständig durch den KUNDEN beglichen wurde und sämtliche notwendigen Mitwirkungshandlungen des KUNDEN umfassend erbracht wurden.
6.2. Befindet sich der KUNDE gegenüber dem ANBIETER im Verzug, ist der ANBIETER berechtigt, weitere Leistungen bis zum Ausgleich der fälligen Zahlungen nicht zu erbringen. Dies umfasst insbesondere das Recht, den Zugang zu digitalen Inhalten, Videokursen und der Lernplattform mit sofortiger Wirkung zu sperren, bis die ausstehenden Zahlungen vollständig beglichen sind.
6.3. Bei Zahlungsverzug behält sich der ANBIETER das Recht vor, die gesamte Vergütung, die bis zum nächsten ordentlichen Beendigungstermin fällig würde, als Schadensersatz geltend zu machen. In diesem Fall muss sich der ANBIETER jedoch dasjenige anrechnen lassen, was er an Aufwendungen erspart oder anderweitig zu erwerben unterlässt.
§ 7 Pflichten der Parteien und Stornierung von Video-Sessions
7.1. Leistungen erbringt der ANBIETER grundsätzlich erst ab dem Zeitpunkt des Vertragsschlusses.
7.2. Der KUNDE ist berechtigt, den Vertrag bei Vorliegen eines wichtigen Grundes gemäß § 626 BGB zu kündigen.
7.3. Der KUNDE stellt sicher, dass der ANBIETER zu jedem Zeitpunkt über die erforderlichen Informationen verfügt, um das bestmögliche Beratungsergebnis zu erreichen. Der KUNDE hat die technischen Voraussetzungen (Internetverbindung, Hardware, Kamera, Mikrofon, erforderliche Software) bereitzustellen. Der ANBIETER ist für etwaige technisch bedingte Nichtverfügbarkeiten auf Seiten des KUNDEN nicht verantwortlich.
7.4. Der KUNDE ist verpflichtet, zu allen vereinbarten Terminen (insbesondere 1:1-Video-Sessions) pünktlich zu erscheinen. Verspätungen hat der KUNDE unverzüglich anzuzeigen. Sofern durch eine vom KUNDEN verschuldete Verspätung beim ANBIETER Mehrkosten anfallen (z. B. durch Verzögerungen im Arbeitsablauf, nutzlose Mietkosten), hat der KUNDE diese zu tragen.
7.5. Die Absage oder Verschiebung eines vereinbarten Termins durch den KUNDEN ist nur unter folgenden Bedingungen möglich:
a) Kostenfreie Absage oder Verschiebung bis spätestens 48 Stunden vor dem vereinbarten Termin.
b) Bei Absage oder Verschiebung weniger als 48 Stunden vor dem vereinbarten Termin ist die volle Vergütung für den Termin fällig.
c) Bei Nichterscheinen ohne vorherige Absage entfällt der Termin ersatzlos; die volle Vergütung ist geschuldet.
7.6. Der ANBIETER ist jederzeit berechtigt, Termine digital (z. B. via Zoom, Teams, Skype oder vergleichbare Dienste) durchzuführen.
7.7. Der ANBIETER ist berechtigt, vereinbarte Termine aus wichtigem Grund (z. B. Krankheit, technische Störungen) abzusagen. In diesem Fall wird unverzüglich ein Ersatztermin angeboten. Ein Anspruch auf Schadensersatz wegen einer solchen Absage besteht nicht.
§ 8 Vertragslaufzeit und Verlängerung
8.1. Der Vertrag ist für die gemäß Individualvertrag vereinbarte Laufzeit (Erstlaufzeit) fest geschlossen. Eine vorzeitige ordentliche Kündigung ist ausgeschlossen.
8.2. Der Vertrag verlängert sich nach Ablauf der Erstlaufzeit jeweils um einen Monat, wenn er nicht vier Wochen vor Ablauf der Erstlaufzeit bzw. der jeweiligen Verlängerung gekündigt wird. Die monatliche Vergütung richtet sich nach dem individualvertraglich vereinbarten Monatswert.
8.3. Der ANBIETER ist berechtigt, die Vergütung für Verlängerungszeiträume mit einer Ankündigungsfrist von vier Wochen zum Ende des laufenden Verlängerungszeitraums anzupassen. Der KUNDE hat in diesem Fall ein Sonderkündigungsrecht zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Preiserhöhung. Die Kündigung muss innerhalb von zwei Wochen nach Zugang der Mitteilung über die Preisanpassung in Textform erklärt werden.
8.4. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
§ 9 Besondere Bestimmungen für digitale Inhalte und Videokurse
9.1. Der KUNDE erhält nach Abschluss des Vertrages und vollständigem Zahlungseingang Zugang zu den vereinbarten digitalen Inhalten auf der jeweiligen Plattform. Die Zugangsdaten sind durch den KUNDEN geheim zu halten. Es obliegt dem KUNDEN, ein Nutzerprofil auf der Plattform anzulegen.
9.2. Der Zugang berechtigt nur den KUNDEN zur Nutzung. Eine gemeinsame Nutzung mit Dritten ist unzulässig. Wird eine unbefugte Nutzung durch Dritte festgestellt, ist der ANBIETER berechtigt, den Zugang sofort zu sperren, ohne dass dem KUNDEN hieraus ein Erstattungsanspruch entsteht.
9.3. Der Zugang zu Online-Trainingskursen und Videokursen ist auf die vertraglich vereinbarte Laufzeit beschränkt. Nach Ablauf der Vertragslaufzeit erlischt der Zugang automatisch.
9.4. Der KUNDE hat die technischen Voraussetzungen für den Zugang zu schaffen (Hardware, Betriebssystem, Internetverbindung, Browser, Kamera und Mikrofon für Video-Sessions).
9.5. Videokurse und Video-Sessions werden ausschließlich als Streaming über die Plattform des ANBIETERS bereitgestellt. Ein Recht auf Download der Videoinhalte besteht nicht. Der ANBIETER stellt die Verfügbarkeit der Videoinhalte während der vereinbarten Vertragslaufzeit sicher, übernimmt jedoch keine Gewähr für eine ununterbrochene Verfügbarkeit.
9.6. Soweit der ANBIETER ergänzende Begleitmaterialien (z. B. PDF-Dokumente, Arbeitsblätter, Vorlagen) zum Download bereitstellt, können diese im Kundenbereich heruntergeladen werden. Für eine Bereitstellung nach Ablauf von 14 Tagen ab erstmaliger Bereitstellung übernimmt der ANBIETER keine Gewähr. An heruntergeladenen Materialien wird kein Eigentum, sondern lediglich ein einfaches Nutzungsrecht eingeräumt.
9.7. Eine Aktualisierung digitaler Inhalte schuldet der ANBIETER nur, soweit dies ausdrücklich vereinbart wurde.
9.8. Der ANBIETER ist berechtigt, den Zugang zur Plattform mit sofortiger Wirkung zu sperren oder zu entziehen, wenn der KUNDE:
a) beleidigende, diskriminierende, bedrohende oder sonst rechtswidrige Äußerungen auf der Plattform tätigt;
b) Inhalte unbefugt weitergibt, vervielfältigt oder veröffentlicht;
c) sich in Zahlungsverzug befindet;
d) gegen wesentliche Pflichten aus diesen AGB verstößt.
Ein Erstattungsanspruch besteht in diesen Fällen nicht.
§ 10 Besondere Bestimmungen für Veranstaltungen vor Ort
10.1. Soweit der ANBIETER Veranstaltungen vor Ort anbietet, gelten die nachfolgenden Bestimmungen ergänzend.
10.2. Der ANBIETER darf die Anmeldung widerrufen oder die Veranstaltung absagen bzw. verlegen. In diesem Fall kann der KUNDE an einem Ersatztermin teilnehmen oder die Buchung stornieren. Im Falle der Stornierung wird der bereits gezahlte Preis erstattet.
10.3. Verpflegung sowie Anfahrts- und Übernachtungskosten sind nicht Teil der Leistung, sofern nicht ausdrücklich anders vereinbart.
10.4. Die Zahlungspflicht bleibt bestehen, wenn der KUNDE nicht erscheint, es sei denn, der ANBIETER hat das Nichterscheinen zu vertreten.
§ 11 Besondere Bestimmungen für den Erwerb physischer Produkte (Kaufverträge)
11.1. Das Angebot physischer Produkte richtet sich an Verbraucher und Unternehmer.
11.2. Durch Absenden einer Bestellung gibt der KUNDE ein verbindliches Angebot auf Abschluss eines Kaufvertrags ab.
11.3. Die Annahme erfolgt durch eine ausdrückliche Bestätigung per E-Mail (Auftragsbestätigung).
11.4. Zu den Preisen können Liefer- und Versandkosten anfallen. Diese werden dem KUNDEN vor Abschluss der Bestellung gesondert ausgewiesen.
11.5. Die Ware bleibt bis zur vollständigen Zahlung im Eigentum des ANBIETERS (Eigentumsvorbehalt).
11.6. Bei Lieferverzögerungen durch höhere Gewalt oder fehlende Selbstbelieferung wird der KUNDE unverzüglich informiert. Bei Unzumutbarkeit können beide Parteien vom Vertrag zurücktreten.
11.7. Teillieferungen sind zulässig, soweit dies dem KUNDEN zumutbar ist.
11.8. Für Unternehmer gilt zusätzlich:
a) Mängelansprüche setzen die Erfüllung der Untersuchungs- und Rügepflichten nach § 377 HGB voraus. Bei Mängeln erfolgt Nacherfüllung durch Beseitigung oder Neulieferung nach Wahl des ANBIETERS.
b) Schlägt die Nacherfüllung fehl, kann der KUNDE Rücktritt oder Minderung verlangen.
c) Die Verjährungsfrist für Mängelansprüche beträgt 12 Monate ab Gefahrübergang.
d) Die Verjährungsfrist im Fall eines Lieferregresses nach §§ 478, 479 BGB bleibt unberührt und beträgt zwei Jahre ab Ablieferung.
§ 12 Zahlungsbedingungen
12.1. Mögliche Zahlungsweisen werden bei Vertragsschluss angezeigt.
12.2. Der ANBIETER darf Dritte mit der Zahlungsabwicklung beauftragen.
12.3. Rechnungsstellung erfolgt elektronisch per E-Mail. Wünscht der KUNDE Postversand, trägt er die hierfür anfallenden Zusatzkosten.
§ 13 Haftung auf Schadensersatz
13.1. Der ANBIETER haftet im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen nur nach Maßgabe der folgenden Regelungen.
13.2. Unbeschränkte Haftung besteht bei Vorsatz, grober Fahrlässigkeit, Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie bei Garantien oder arglistig verschwiegenen Mängeln.
13.3. Bei leichter Fahrlässigkeit bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (sog. Kardinalpflichten) ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der KUNDE regelmäßig vertrauen darf.
13.4. Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
13.5. Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten der Erfüllungsgehilfen des ANBIETERS.
13.6. Der ANBIETER haftet nicht für technische Störungen, die außerhalb seines Einflussbereichs liegen, insbesondere nicht für Ausfälle oder Unterbrechungen der Videokonferenz-Plattformen, der Lernplattform oder der Internetverbindung des KUNDEN.
§ 14 Datenschutz und Geheimhaltung
14.1. Der KUNDE wird auf die automatisierte Verarbeitung personenbezogener Daten im Rahmen der Zweckbestimmung des Vertragsverhältnisses hingewiesen. Die Datenverarbeitung erfolgt gemäß den geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen, insbesondere der DSGVO und des BDSG. Näheres regelt die Datenschutzerklärung des ANBIETERS.
14.2. Die PARTEIEN verpflichten sich zur vertraulichen Behandlung aller Informationen der jeweils anderen Partei, die im Rahmen des Vertragsverhältnisses bekannt werden. Diese Pflicht besteht auch nach Beendigung des Vertrags fort.
14.3. Der ANBIETER weist darauf hin, dass bei der Nutzung von Videokonferenz-Diensten (z. B. Zoom, Teams) auch Datenübertragungen an Server außerhalb der EU stattfinden können. Näheres hierzu ergibt sich aus der Datenschutzerklärung des jeweiligen Anbieters.
§ 15 Urheberrecht
15.1. Sämtliche vom ANBIETER bereitgestellten Inhalte – insbesondere Videokurse, Aufzeichnungen, Präsentationen, Skripte und begleitende Materialien – sind urheberrechtlich geschützt.
15.2. Der KUNDE erhält ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht für die Dauer der Vertragslaufzeit. Jegliche Weitergabe, Veröffentlichung oder Vervielfältigung ist ohne vorherige schriftliche Zustimmung des ANBIETERS untersagt.
15.3. Der KUNDE stimmt zu, dass Ton- und Bildaufzeichnungen von Veranstaltungen (z. B. Gruppencalls, Live-Video-Sessions) durch den ANBIETER zeitlich, örtlich und inhaltlich unbegrenzt zu Schulungs-, Marketing- und Vertriebszwecken genutzt werden dürfen. Der KUNDE kann diese Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft schriftlich widerrufen.
§ 16 Widerrufsrecht
16.1. Für Verbraucher im Sinne des § 13 BGB gilt grundsätzlich ein 14-tägiges Widerrufsrecht. Um das Widerrufsrecht auszuüben, muss der KUNDE eine eindeutige Erklärung (z. B. per Post oder E-Mail) an folgende Adresse richten:
Ulrich Kammerer Akademie GmbH & Co. KG
Pforzheimer Straße 134, 76275 Ettlingen
support@ulrichkammerer.de
16.2. Bei Kaufverträgen über physische Produkte trägt der KUNDE die unmittelbaren Kosten der Rücksendung.
16.3. Bei digitalen Inhalten (insbesondere Videokurse und Onlinekurse) erlischt das Widerrufsrecht vorzeitig, wenn der ANBIETER mit der Ausführung des Vertrags begonnen hat, nachdem der KUNDE:
a) ausdrücklich zugestimmt hat, dass der ANBIETER mit der Ausführung des Vertrags vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnt, und
b) seine Kenntnis davon bestätigt hat, dass er durch seine Zustimmung mit Beginn der Ausführung des Vertrags sein Widerrufsrecht verliert (§ 356 Abs. 5 BGB).
16.4. Die unter 16.3. genannte Zustimmung und Bestätigung wird im Rahmen des Bestellvorgangs eingeholt und dem KUNDEN auf einem dauerhaften Datenträger (E-Mail) bestätigt.
§ 17 Referenznennung und Testimonials
17.1. Der ANBIETER darf den KUNDEN namentlich in jedem Medium als Referenz nennen (einschließlich Logos und Marken), ist dazu aber nicht verpflichtet.
17.2. Der KUNDE erklärt sich damit einverstanden, dass der ANBIETER Kundenstimmen, Testimonials, Zitate und kurze Videoausschnitte aus gemeinsamen Sessions für Marketing- und Vertriebszwecke nutzen darf. Dies umfasst insbesondere die Veröffentlichung auf der Webseite des ANBIETERS, in sozialen Netzwerken, in Werbematerialien und Broschüren.
17.3. Der KUNDE kann der Nutzung gemäß 17.1. und 17.2. jederzeit mit Wirkung für die Zukunft schriftlich widersprechen.
§ 18 Gerichtsstand, Rechtswahl, Sonstiges
18.1. Erfüllungsort ist Ettlingen. Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus und im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist, soweit gesetzlich zulässig, Ettlingen.
18.2. Es gilt ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).
18.3. Der ANBIETER nimmt nicht an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teil. Die Plattform zur Online-Streitbeilegung der EU ist unter https://ec.europa.eu/consumers/odr erreichbar.
18.4. Sollte eine Bestimmung dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt (Salvatorische Klausel). An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt eine wirksame Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.
Stand: März 2026